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Martina Lauinger
 
Lebensbilder
 
 
...Martina Lauinger macht in ihren Eisenplastiken künstlerisch fassbar, was von blossem Auge nicht zu sehen ist. Ihre teils mehrere Meter hohen Plastiken tragen Titel wie «Chromosom 168-6» oder «Chromosom 80-13». Sie greift das von der Gentechnik geprägte Modell der Träger des Erbgutes, die charakteristische X-Form, auf und wendet sie varianten- und erfindungsreich ins Figürliche. Indem Lauinger ihre Chromosomen liegend, verknotet und verschlungen, als tanzende Figuren oder umschlungene Paare gestaltet, werden sie zu bewegten Menschen- und Lebensbildern. Dabei geht es ihr nicht um eine Ästhetisierung der Gentechnik.
Die Suche nach der vollendeten Form bricht sie mit der Materialität ihrer Arbeiten: Rostfrass setzt der gentechnischen Normierung die Vergänglichkeit entgegen, und die Austauschbarkeit der roten Polyethylen-Chromosomen verweist kritisch auf die genetische Reproduzierbarkeit. Mit ihren Arbeiten schafft Lauinger ein imaginäres Laboratorium. Das menschliche Baumaterial ist ausgebreitet, um neu zusammengefügt zu werden: Eine existenzielle Versuchsanordnung.
(Sarah Pfister, Der Bund, 8. Mai 2008)
 
Werke von
Martina Lauinger 
 
Terminvereinbarung mit 
Martina Lauinger 
 
 
Chromosomen 323-9 und 323-3 vor dem Gemeindehaus Köniz  Atelierimpressionen
  
Biografie
1962geboren in D – Singen / Htwl.
1988 Umzug in die Schweiz
1993Aufbau eines eigenen Metallateliers in Bern
seit 1996freiberufliche Tätigkeit als Eisenplastikerin mit Ausstellungstätigkeit in der Schweiz und Deutschland
seit 2001Atelier und Kurswerkstatt in Münsingen (CH)
  
Einzelausstellungen
2006Galerie Art-House, Thun
2007«Patente Gene...», Klinik Bethesda Tschugg (Katalog)
Galerie Kunstsammlung Unterseen
2008Bundesamt für Umwelt BAFU, Ittigen b. Bern
Kultur Arena Wittigkofen, Bern
BAFU, Bundesamt für Umwelt, Ittingen
Galerie ArchivArte, Bern
  
Gruppenausstellungen
1998Galerie Stufenbau, Ittigen / Bern
Skulpturenausstellung, Kuttelbad Wasen i.E.
1999Kunst im Garten, Gümligen / Bern
2000Galerie Riedli, Belp / Bern
«Zeltplatz», Künstlerinnenaktion, Marche Mondiale des Femmes, Bern / Biel / Basel
2002 «Petite Biennale du Métal» – Galerie in der Haula, Gurmels
200313. Kunstmesse im Frauenmuseum Bonn (D) (juriert, Katalog)
Ausstellung & Wettbewerb Kunststadt Zell a.H. (D) /Galerie am Storchenturm
17. Kunstausstellung, Rielasingen (D)
2004«Schrott-BOX», Kunstausstellung auf dem Schrottplatz, Thörishaus
«Frau bewegt», Performance Frauenwache Bern
2005Metallsymposium Höhenbrandalm, Kelchsau (Österreich)
«Begegnungen – Rencontres», Skulpturenweg Nidau-Port (Katalog)
15. Kunstmesse Frauenmuseum Bonn (D) (juriert, Katalog)
«Art-Positon05», Murten
2006«Bad Ragartz» Schweiz. Triennale der Skulptur, Bad Ragaz und Vaduz (Katalog)
«Kleinskulpturen» Altes Bad Pfäfers
«und...Münsingen.2006» Skulpturenausstellung Münsingen (Katalog)
«Gastfreundschaft», Künstlerhaus S11, Solothurn
«Secret Gardens», Botanischer Garten Bern, SGBK Bern
«Skulpturengarten», Galerie Art-House, Thierachern bei Thun
«ArtPositon06», Payerne
2007«Skulpturenweg Belalp», Blatten VS
«ArtPositon07», Payerne
2008«ArtPicnic», Kunstweg Wabern, Köniz (Katalog)
«Parcours des Sens», Art en Paysage, Assens VD (Katalog)
«Kunstwege Pontresina 2008»

 

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